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Therapie zum Schutz der Gesellschaft

In der LWL-Maßregelvollzugsklinik Rheine behandeln wir psychisch kranke und suchtkranke Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung straffällig geworden sind. In der forensischen Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind ausschließlich männliche Patienten untergebracht.

Ein Gericht hat unsere Patienten in den Maßregelvollzug eingewiesen, weil sie eine gezielte und umfassende Behandlung benötigen. So sollen weitere Straftaten vermieden werden.

Innerhalb des gesicherten Klinikgländes befinden sich mehrere Stationsgebäude, ein Verwaltungsgebäude und ein Mehrzweckgebäude für die Arbeits- und Beschäftigungstherapie sowie eine kleine Turnhalle. 

Ein Mann mit Basecap und Blaumann gießt Blumen mit einem Gartenschlauch.

Struktur gibt Halt

Eine sinnvolle Tagesstruktur ist für unsere Patienten unverzichtbar. Unter alltagsnahen Bedingungen wird in unserer Klinik daher Arbeit als Mittel der Therapie eingesetzt - etwa in der Pflege unseres Klinikgeländes.

Ein Fußball liegt auf einem roten Tartanplatz. Im Hintergrund sind der Sicherheitszaun und ein Backsteingebäude mit vergitterten Fenstern zu sehen.

Sport- und Bewegungstherapie

Die Sport- und Bewegungstherapie ergänzt das therapeutische Spektrum. Sie dient der Verbesserung der Psychomotorik, der Bewegungserziehung sowie der Förderung des sozialen Umgangs mit anderen.

Ein lichtdurchfluteter Raum von dem mehrere Türen abgehen.

Gemeinsames Leben auf Station

Durch gemeinsame Alltagsgestaltung lernen die Patienten, sich sozial zu integrieren, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte gewaltfrei zu bewältigen. Das Leben in der Gruppe wird somit Teil der Therapie. Sie werden dabei vom Pflegepersonal betreut.

Vier Männer sitzen an ihren Tischen im Schulungsraum. Eine Frau deutet auf die grüne, mit Kreide beschriebene Tafel.

Lernen für eine straffreie Zukunft

Je nach Kenntnisstand und Fähigkeiten können Patienten mit Lese- und Rechtschreibschwächen oder Analphabeten Förderung erhalten. Die Schule legt dabei eine wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Resozialisierung.

Was ist Maßregelvollzug?

Verübt ein psychisch- oder suchtkranker Mensch eine schwere Straftat, kann er von einem Gericht im Maßregelvollzug untergebracht werden. Der Maßregelvollzug soll sichern - und so die Gesellschaft vor weiteren Straftaten schützen - und er soll behandeln.

Hier finden Sie weitere Informationen zum LWL-Maßregelvollzug

Rechtsgrundlagen

Gesetzliche Grundlagen des Maßregelvollzugs sind das Strafgesetzbuch, die Strafprozessordnung und das Maßregelvollzugsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen. Denn: Maßregelvollzug ist Ländersache.

Hier finden Sie Informationen zu den rechtlichen Grundlagen

Unser Auftrag: Besserung

Ziel der Therapie von sucht- und psychisch kranken Straftätern ist, diese so zu befähigen, dass von ihnen nach der Entlassung aus dem Maßregelvollzug keine erneuten erheblichen Straftaten mehr zu erwarten sind.

Weitere Informationen zu Therapien in unserer Klinik

Unser Auftrag: Sicherung

Neben dem gesetzlichen Auftrag der Behandlung besteht der Auftrag der Sicherung. Die Gesellschaft soll vor weiteren schweren Straftaten geschützt werden. Das geschieht baulich, aber auch therapeutisch.

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im LWL-Maßregelvollzug

Unser JobportalJobs im LWL-Maßregelvollzug

Bei uns finden Sie viele berufliche Möglichkeiten und vielleicht auch Ihren nächsten Job!

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) beschäftigt in seinen sechs forensischen Kliniken in Stemwede-Haldem, Lippstadt-Eickelborn, Marsberg, Dortmund, Herne und Rheine schon heute rund 1250 Mitarbeiter. Vielleicht auch bald Sie? Wir bieten Ihnen ein anspruchs- und verantwortungsvolles Aufgabengebiet in der Forensischen Psychiatrie - egal, ob als Arzt, Pflegekraft, Psychologe, Sozialarbeiter oder in der Verwaltung.

Aktuelle Stellenangebote und Informationen zu uns finden Sie in unserem Jobportal

Ein junger Mann schüttelt mit freundlichem Gesichtsausdruck die Hand eines anderen

InformationenFür Besucher und Angehörige

Patientenbesucher sind in unserer Klinik sehr willkommen, weil sie für die Patienten eine wichtige Stütze und Verbindung nach draußen sein können. Jedoch müssen auch aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen einer Maßregelvollzugsklinik bei allen Patientenkontakten spezielle Regeln und auch Kontrollen beachtet werden – sei es bei Besuchen, Festnetz-Telefonaten oder beim Briefwechsel.

Aufgrund der aktuellen Situation - um einer Verbreitung des Coronavirus innerhalb unserer Klinik vorzubeugen - gibt es zudem erhöhte Hygienevorschriften und erweiterte Besuchsregeln.

Weitere Informationen zu Besuchen in unserer Klinik finden Sie hier

Ein Mann betritt durch eine geöffnete Tür den Zugang zur Klinik. Auf einem Schild steht: Besuchereingang.

Bindeglied zwischen Klinik und BürgernKlinikbeirat

20 Frauen und Männer aus Rheine und Umgebung begleiten die forensische Klinik als beratendes Gremium: Als Beirat stehen sie für den Dialog zwischen Klinik und Öffentlichkeit. Laut LWL-Geschäftsordnung hat der Beirat die Aufgaben, die Klinikleitung bei organisatorischen und konzeptionellen Fragen zu beraten und zu unterstützen, die Resozialisierung forensischer Patienten zu fördern, sowie Verständnis und Akzeptanz für die Aufgaben des Maßregelvollzuges in der Öffentlichkeit zu wecken.

Erfahren Sie hier mehr über den Klinikbeirat

Schulen, Kindergärten, Justiz, Ärzte, Politik, Polizei, Gewerkschaften, Kirchen, Vereine, Verbände, Nachbarschaft, Polizei, Gemeindepsychiatrie

AktuellesBaubeginn der forensischen Klinik in Hörstel

Land schafft 150 neue Plätze für den Maßregelvollzug

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird Träger der Klinik sein und für die personelle und sonstige Ausstattung sowie für den Betrieb sorgen. Die Einrichtung soll Anfang 2023 eröffnen. Das Land investiert am Standort Hörstel insgesamt rund 80 Millionen Euro. (Foto: MBN GmbH)

Hier geht es zur Pressemitteilung des Landes

Luftbild der Baustelle der entstehenden Maßregelvollzugsklinik in Hörstel (Foto: MBN GmbH)